Obwohl alle Burschenschafter Studenten sind, wie ich, bin ich ihnen vor Beginn meiner Arbeit nie auf der Straße oder in der Uni begegnet. Ich war neugierig, die Tür zu ihrer geheimnisvollen Welt zu öffnen, um zu sehen, ob an den gängigen Klischees etwas dran ist.
Lene Münch, 1983 in Köln geboren, studierte Dokumentarische Fotografie und Fotojournalismus an der Fachhochschule Hannover und besuchte 2009 für zwei Semester die Danish School of Journalism in Århus, Dänemark. Kurz darauf machte sie ein Praktikum bei der Agentur OSTKREUZ in Berlin.
Am meisten interessiert sich Lene für kleine in sich abgeschlossene Welten. Mit ihren Fotoreportagen möchte sie Einblicke in genau diese verborgenen Parallelwelten geben und Orte und Menschen vorstellen, die sich durch ihren Glauben, ihre Aktivitäten oder ihren Standort von der Gesellschaft abgrenzen. Ihren fotografischen Schwerpunkt bilden dabei zurückgenommene Mittelformatfotos.
Die Arbeiten von Lene wurden unter anderem mit dem VGH-Fotopreis, dem Canon Profifoto Förderpreis und dem New York Photo Award ausgezeichnet und in Polen (u.a. im Kulturpalast), Frankreich (Visa pour l’image – off Festival), Finnland (Photographic Centre Peri) und Deutschland (u.a. in der Visual Gallery, 2. Lumix-Festival für jungen Fotojournalismus, FotoDoks 2010) ausgestellt.
Nächtlicher Fackelzug mit Blick auf die Wartburg.
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Burschenschaften pflegen traditionelle Werte und sind meist reine Männerverbindungen.
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Der Fechtwart trainiert mit einem jüngeren Mitglied das akademische Fechten auf dem Paukboden.
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»Ehre, Freiheit, Vaterland« Der Wahlspruch der Deutschen Burschenschaften.
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Mitglieder mit farbiger Haut findet man bei den Burschenschaften eher selten.
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Beim Festkommers in Eisenach kommen jährlich Verbandsbrüder aus 120 verschiedenen Burschenschaften zusammen.
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Alter Herr
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Die Deutschlandhymne zu singen, stärkt das Nationalgefühl der Burschenschafter.
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Ein ausgestopfter Fuchs darf in keinem Verbindungshaus fehlen.
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Beim »Bierjungen« geht es darum, wer das Bier als erstes geext hat.
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Zu dem altertümlichen Lied »Das war der Graf von Rüdesheim« wird traditioneller Weise auf der Bar getanzt.
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Jede Verbindung hat ihre eigenen Farben. Das »Couleur«.
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Ein Kotz- bzw. Speibecken gehört in den meisten Verbindungen zur Standardausstattung und wird »Papst« genannt.
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Als Fux ist man Mitglied auf Probe. Das Fuxenband hat meist nur zwei Farben.
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Manche Füxe haben noch nie selbst Spaghetti gekocht, bevor sie in die Verbindung kamen.
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Kurz vor der ersten scharf gefochtenen Partie.
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Um Augen und Nase bei einer scharf gefochtenen Mensur gegen Treffer zu schützen, wird eine Metallbrille getragen.
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Zwei alte Herren auf der Wartburg.
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Mehr Reportagen von Lene Münch
Ewig treu
Obwohl alle Burschenschafter Studenten sind, wie ich, bin ich ihnen vor Beginn meiner Arbeit nie auf der Straße oder in der Uni begegnet. Ich war neugierig, die Tür zu ihrer geheimnisvollen Welt zu öffnen, um zu sehen, ob an den gängigen Klischees etwas dran ist.
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Die Insel Riems
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Portraits
Lene Münch
Die erfundene Welt
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Lene Münch – Biografie
Lene Münch, 1983 in Köln geboren, studierte Dokumentarische Fotografie und Fotojournalismus an der Fachhochschule Hannover und besuchte 2009 für zwei Semester die Danish School of Journalism in Århus, Dänemark. Kurz darauf machte sie ein Praktikum bei der Agentur OSTKREUZ in Berlin.
Am meisten interessiert sich Lene für kleine in sich abgeschlossene Welten. Mit ihren Fotoreportagen möchte sie Einblicke in genau diese verborgenen Parallelwelten geben und Orte und Menschen vorstellen, die sich durch ihren Glauben, ihre Aktivitäten oder ihren Standort von der Gesellschaft abgrenzen. Ihren fotografischen Schwerpunkt bilden dabei zurückgenommene Mittelformatfotos.
Die Arbeiten von Lene wurden unter anderem mit dem VGH-Fotopreis, dem Canon Profifoto Förderpreis und dem New York Photo Award ausgezeichnet und in Polen (u.a. im Kulturpalast), Frankreich (Visa pour l’image – off Festival), Finnland (Photographic Centre Peri) und Deutschland (u.a. in der Visual Gallery, 2. Lumix-Festival für jungen Fotojournalismus, FotoDoks 2010) ausgestellt.
Lene lebt und arbeitet in New York.